Petrel-Rumpf

Rumpf01Rumpf02Rumpf03Rumpf04
Der Rumpf wird in zwei Halbschallen aufgebaut. Nachdem alle Spanten ausgesägt waren, wurde mit der linken Rumpfhälfte begonnen. Damit die beiden Hälften später auch wirklich sauber zusammenpassen, wurde der obere und der untere Rumpfgurt zweimal aus 3mm-Sperrholz (am Ende Kieferleiste) ausgesägt und mit Bohrungen für M3-Schrauben versehen. Ausserdem bekamen diese Gurte auch gleich noch kleine Einschnitte, für die Spanten.
Um die seitlichen Gurte aus 5x10mm Fichte gut an die vordere Rumpfform anpassen zu können, wurde diese wie schon bei den Tragflächen beschrieben mit nassen Tüchern umwickelt und über Nacht richtig eingeweicht. So vorbereitet konnten sie zuerst grob zurecht gebogen und anschließend in die Ausschnitte in den Spanten eingesetzt und zum Trocknen fixiert werden. Dafür habe ich mir aus einem alten Fahrradschlauch passende Streifen zurecht geschnitten und mit diesen Streifen die Gurte an den Spanten fest gezurrt.
Nach dem Trocknen konnten die Gurte ohne große Spannungen mit den Spanten verleimt werden.
Rumpf05Rumpf06
Die erste Hälfte des Hauptspantes, auf dem die Fläche aufliegt, ist bereits mit dem (hoffentlich) richtigen Anstellwinkel eingeleimt, der hintere Doppelspant für die Verdrehsicherung der Tragfläche hängt momentan noch lose zwischen den Gurten.
Im hinteren Rumpfteil bringen die Diagonalversteifungen im Rumpfrücken die notwendige Torsionsfestigkeit für die Rumpfröhre.
nach oben
Rumpf07
Ursprünglich war geplant die beiden Rumpfhälften separat aufzubauen und dann zusammenzuleimen. Nach einiger Grübelei habe ich mich dann dazu entschlossen, die zweite Hälfte direkt auf der ersten aufzubauen.
Aus diesem Grund habe ich zuerst den oberen und den unteren Gurt direkt mit ihrem Gegenüber der ersten Hälfte verleihtmlmt. Die Bohrungen und auch die für die Spanten vorgesehenen Ausschnitte in den Gurten gaben hierfür die notwendige Führung.
Rumpf08Rumpf10
Wegen der bis hierher noch optimalen Zugänglichkeit, habe ich als erstes den Hauptspant komplettiert...
Schleppkupplung
... und für die Schleppkupplung Maß genommen.
Rumpf09
Anschließend habe ich dann die zweiten Spantenhälften der Reihe nach eingepasst.
Rumpf12Rumpf13
Die Rumpfspitze ist bereits abgetrennt, um die Schleppkupplung einpassen zu können.
Auch hier habe ich die Rumpfgurte über Nacht in nasse Tücher eingewickelt, damit ich sie am nächsten Tag sauber in die Rumpfkontur biegen und so erst einmal trocknen lassen konnte. Das anschließende Einleimen war dann nur noch Formsache, wobei das Anpassen der Rumpfspitze zusammen mit der Schleppkupplung etwas aufwändiger war.
Rumpf14
Nasen-OP gelungen!
nach oben
Rumpf15Rumpf16
Für die Bewegung am Boden und natürlich auch um den Start beim F-Schlepp zu erleichtern bekommt der Vogel wie auch das Original ein abwerfbares Fahrwerk. Wegen der gefederten Kufe muss sich auch dieser Poller etwas bewegen können. Aus diesem Grund habe ich eine Verlängerungsmutter für Gewindestangen ausgebohrt und aussermittig ein Langloch gebohrt und gefeilt, damit der Auslösedraht etwas mitgehen kann (in der oberen Hälfte des 1. Bildes noch unverschlossen zu erkennen).
Im zweiten Bild hat der Pilotendummy schon mal Platz genommen, in seinem Rücken ist der Einbauort der zwei Höhen- und des Seitenruderservos zu sehen. Über den Servos wird die DPSI RV Mini 5 Magic von emcotec platziert, die mit einer Abdeckplatte den Blicken entzogen wird, in der der Schaltgeber direkt im Nacken des Piloten seinen Platz findet. Der Empfänger bekommt seinen Arbeitsplatz an der linken Rumpfseitenwand hinter dem Piloten.
Aussagekräftigere Bilder liefere ich noch nach.
Rumpf17
Für die erste Verheiratung von Rumpf und Tragflächen, musste ich das halbe Wohnzimmer ausräumen. Aber ich denke das kennen diejenigen, die mit Vögeln dieser Größenordnung hantieren zur Genüge. Nach genauem ausmessen konnte ich die hintere Befestigung der Flächen am Rumpf ausrichten und einkleben.
Rumpf18
Als nächstes habe ich mit der Beplankung des Rumpfes begonnen. Zuerst will ich nur eine Hälfe dichtmachen, damit das ganze etwas stabiler wird. Ganz zumachen möchte ich es noch nicht, damit ich besser an die Leitwerksbefestigung und -anlenkung hinkomme.
nach oben
Rumpf19Rumpf20
Der Rumpf ist mittlerweile bis auf den Leitwerksbereich, den Rumpfrücken und den Bereich zwischen Cockpit und Flächenaufnahme komplett mit 3mm Balsa beplankt. Des weiteren ist der ganze Cockpitbereich und ein Stück weiter nach hinten der Bodenbereich innen mit 160er-Glasmatte (war gerade übrig) laminiert. Das Kästchen vorne nimmt das Schleppkupplungsservo auf, das dann einigermaßen unsichtbar unter dem Instrumentenpilz verschwinden wird.
Rumpf21
Die "Beplankung" des Cockpitbereichs mit 0,6er Sperrholz habe ich wie bei den Tragflächen durch aufbügeln bewerkstelligt, es war zwar wegen der Wölbung nach innen etwas tricki, aber es hat einigermaßen geklappt.
Die Bodenabdeckung ist zweigeteilt. Der hintere Bereich der "Sitzwanne" ist nur eingespannt, der vordere Deckel wird von zwei kleinen Schräubchen gehalten. Auf der Rückseite besitzen diese beiden Teile eine GFK-Schicht zur Stabilisierung der Form.
Wenn das Sitzkissen drin ist, dann verschwinden auch die beiden Schlitze, die momentan noch in der Mulde des Sitzbereichs zu sehen sind.
nach oben
Panel1Panel2
Zwischendurch mal etwas anderes.
Mit Hilfe meiner Tiefziehbox, ein paar Förmchen aus Balsa und Sperrholz und etwas Verpackunsabfall entstanden die Instrumente für Wendezeiger (mitte), Cosim-Variometer (links) und Inklinometer (rechts).
Den Kompass hätte ich gerne funktionsfähig gehabt, leider war der gefundene Schlüsselanhänger zu groß. Dafür pendelt im Wendezeiger eine Bleikugel hin und her.
Die Rahmen der runden Instrumente sind aus verschiedenen Dichtungsringen aus Gummi und Pappe.
Hinter dem Intstrumentenbrett werden später die beiden Akkus Platz finden. 
 
Mittlerweile habe ich den Rumpf komplett beplankt. Nun geht es ans Spachteln und Schleifen, bevor ich das Ganze mit 80er Glasgewebe, Epoxidharz und wieder spachteln und schleifen, dem Finish zuführen werde.
Auch der Kabinenhaubenrahmen ist schon ziemlich weit gediehen. Leider sind die Fotos von der Anfertigung des Rahmens und auch ein paar Bilder, die ich für die Tragflächendoku vorgesehen hatte, in den Tiefen meiner Festplatte verschwunden.
Rumpf22Rumpf23Rumpf24
Für die Abdeckung des Rumpfrückens über der Flächenverbindung habe ich aus Styrodur zunächst eine Positivform angefertigt, diese dann abgeformt und anschließend in der so entstandenen Negativform den eigentlichen Deckel (links) laminiert. Dieser bekommt dann später noch einen Rahmen und eine Befestigungsmimik, wofür aber die Tragflächen angebaut sein müssen.
nach oben
Rumpf25Rumpf26
Für die Verbindung der Tragflächen vom Hilfsholm zum Rumpf habe ich zwei Schrauben (M6 und M8) miteinander hartverlötet und verputzt. Damit diese Bolzen, wenn sie in die Ösen der hinteren Verbinder eingeschoben sind nicht herrausrutschen können, werden sie im Innern des Rumpfes von Bilderrahmenklammern gehalten (leider ohne Bild).
Rumpf27Rumpf28Rumpf29Rumpf30
Da das Rumpfvorderteil relativ kurz ist, liegt zu vermuten, dass einiges Blei in der Rumpfspitze deponiert werden muss. Aus diesem Grund habe ich mir in feuchtem Sand zwei Formen abgedrückt, zwei Schrauben reingesteckt und das Ganze dann mit Blei ausgegossen (wieviel sag ich erst, wenn ich die Spitze nicht wieder wegen zuviel abflexen muss, die ersten Klötze wogen zusammen 2kg, was mir doch etwas zuviel war;-) ). Die so angefertigten Bleiklötze sind mit angedicktem Epoxydharz am Frontspant verschraubt und verklebt und müssen nun noch sauber zur Spitze gespachtelt werden.
Für alle, die auch mit Bleigießen passenden Ballast für ihre Modelle gießen wollen ein wichtiger Hinweis: Blei und Bleidämpfe sind hochgiftig, deshalb solche Arbeiten immer nur im Freien mit viel Frischluft durchführen!!!
nach oben

 

Nachdem es mit dem von mir gefertigten Kabinenhaubenformklotz und den Anbietern im Web nicht für eine Kabinenhaube gereicht hat, habe ich mich dazu entschlossen die Haube selber aus drei Teilen zu ziehen. Dies ist deshalb möglich, weil das Original Fensterrahmenimitationen hatte, die mir die Kaschierung der Trennstellen mit diesen "Fenstersprossen" ermöglicht.

Kabinenhaube1Kabinenhaube2
Als Haubenmaterial hatte ich ursprünglich Vivak geplant, was allerdings nicht so gut mitgespielt hat. Besser ging es dann mit Rollglas aus dem Heimwerkermarkt.
Miteinander verklebt sind die drei Teile mit Uhu-plus endfest, wobei ich dann beim Aufkleben der Sprossen und dem Verkleben der Haube auf dem Rahmen auf eingedicktes Epoxydharz umgeschwenkt bin, weil das nicht so davonläuft.
Kabinenhaube3
Mit etwas Abstand und nicht ganz so hoch aufgelösten Bildern siehts schon gar nicht so schlecht aus. Nachdem ich bis hierher schon einiges an Ausschuß produziert habe, hoffe ich dass ich die Haube jetzt nicht noch beim Lackieren versau.

nach oben
Kufe1
Die Kufe mit Dämpfung und dem abwerfbaren Fahrwerk war noch eine eigene Baustelle. Zuerst habe ich aus einer Dreischichtplatte eine Form gesägt, in der ich drei Lagen 2mm Eschenholzleisten und zwei Lagen Glasgewebe mit Epoxydharz verklebt habe. Damit nichts an der Form festklebt, habe ich oben und unten jeweils einen Streifen Bügelfolienschutzpapier dazwischen gelegt.
Kufe2Kufe3Kufe4
Für die Dämpfer selbst habe ich Gummidichtungen aus dem Sanitärbedarf mit Gummikleber verklebt, etwas aufgebohrt und eingespannt in die Ständerbohrmaschine mit Raspel und Schleifpapier auf den passenden Durchmesser gebracht.
Kufe5Kufe6
So sieht das Ganze zusammen mit den aus Aluprofilen gefertigten Dämpferhalterungen und dem abwerfbaren Fahrwerk am Rumpf aus.

nach oben

 

Für die Verbindung der Flächen mit dem Rumpf hatte ich lange die Vorstellung, dass ich mir spezielle Bolzen machen lasse. Allerdings bin ich, nachdem ich für die profisorische Sicherung während der Bauphase immer normale Bauschrauben verwendet habe, zu der Idee gekommen, es einmal mit Imbusschrauben zu probieren.
Jetzt sehen so verchromte Schrauben an einem Oldtimer ja echt sch...e aus. Da kam mir die vage Erinnerung, dass ich im Internet einmal etwas über das Brünieren gelesen habe. Nach kurzer Recherche wurde ich dann auch prompt fündig.

Verbinder1Verbinder2
Zunächst wurden die Schrauben und die skalpierten und mit Nuten versehenen Hutmuttern mit Aceton fettfrei gemacht. Nach einer Nacht im Essigessenzbad, wurden sie abgespült und leicht eingeölt.
Verbinder3
Na, so sieht es doch schon viel besser aus.
Verbinder4
Die zur Sicherung der Muttern gedachten Fokanadeln wurden wieder wie bei der Sicherung der Höhenleitwerksverbindung aus Sicherheitsnadeln gebogen.

nach oben

Fortsetzung folgt.